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Donnerstag, 23.11.2017

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Plagiate im Web-Zeitalter

Das ist das Streitobjekt. Zur Information: Die Grafiken des Layouts, die CSS Definitionen, große Teile des HTML Codes sowie Teile des Inhaltes wurden dreist geklaut rechtmäßig nachgeahmt?. Dies ist die Urteilsbegründung der Klageabweisung des OLG Hamm und hier hat sich Marcus Völkel von Usability Inside die Mühe gemacht, einzelne Passagen näher zu beleuchten.

Hier noch ein besonders hervorstechender Teil der Urteilsbegründung zum Thema inwieweit computergenerierte Grafiken einen kreativen Geist des Users voraussetzen:
Die von § 72 Urheberrechtsgesetz geforderte Bildeinrichtung fehlt bei programmierten Grafiken. Denn das Computer-programm bringt die Grafik selbständig hervor. Der schöpferische Akt liegt in der Programmierung und nicht in der Bildherstellung. Schutzgegenstand kann bei solchen Computergrafiken daher nur das Programm selbst sein, das das entsprechende Computerbild hervorbringt, wenn nicht die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 Ziffer 4, Abs. 2 Urheberrechtsgesetz vorliegen. Der schöperische Akt liegt dann eben in der Programmierung, nicht in der Visualisierung des Programms. Beim Lichtbilderschutz nach § 72 Urheberrechtsgesetz ist es aber die eigenständige Bildeinrichtung durch den Lichtbildner, die schutzbegründend wirkt. Daran fehlt es, weil das Computerbild eben unmittelbar durch das zugrundeliegende Programm hervorgebracht wird, ohne eigenes selbständiges Zutun dessen, der den Computer bedient.

Im Klartext bedeutet dies, dass auch mein Layout (und viele, viele andere) nicht schützenswert ist, da sicherlich mindestens jeder zweite Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren prinzipiell in der Lage ist, ein ordinäres Grafikprogramm zu bedienen. Und wer erstmal soweit gekommen ist, für den ist das Webdesign nun wirklich kein Akt mehr. Quasi Pille-Palle.

Man, wie heißt das Zeug das der Richter raucht?

Ich verbleibe mit Sprachlosigkeit und Kopfschütteln ...

PS: Passend zum Thema - DAU-FAQ - Juristen erklären das Internet [via Usability Inside]

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