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Montag, 20.11.2017

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Analoge vs. Digitale Nachbearbeitung

Immer wieder begegne ich der Meinung: “Das ist ja nur nachbearbeitet. Das sieht ja im Original gar nicht so aus!”. Es gibt ganz offentsichtlich eine Reihe von Leuten, die Fotos nur so mögen/akzeptieren wie sie aus der Kamera kommen. Auch unter den Fotobloggern scheint es in dieser Hinsicht eine nicht kleine Fraktion zu geben. Woher kommt das?

Ich möchte daher nur einmal kurz den analogen und digitalen Workflow in der Dunkelkammer bzw. der Bildbearbeitungssoftware anhand der Schwarz-Weiß-Fotografie und meinen Erfahrungen aus der analogen Vergangenheit miteinander vergleichen.

Workflow Analog Workflow Digital
Helligkeit Regelt sich über die Zeitdauer, die das belichtete Bild in der Entwicklerlösung liegt. Je länger es im Bad liegt, desto dunkler wird das Motiv. Direkt über den Helligkeitsregler
Kontrast Einen schwachen oder starken Bildkontrast kann man durch die eingesetzte Papiersorte. Hartes Papier bringt harte Kontraste, weiches Papier entsprechend weichere Abstufungen. Direkt über den Kontrastregler
lokale Überbelichtung Abwedeln des entsprechenden Bildausschnitts. D.h. während der Belichtung des Papiers werden diese Bereiche mehrfach kurzzeitig abgedeckt - z.B. mit der Hand (daher das Wort abwedeln) Tiefen/Lichter-Korrektur bzw. Ebenenüberlagerung (Multiplizieren)
Unterbelichtung Regelt sich über direkt über die Belichtungszeit des Papiers. Dadurch lassen sich Belichtungsfehler in einem gewissen Bereich korrigieren. Tiefen/Lichter-Korrektur bzw. Ebenenüberlagerung (umgekehrt Multiplizieren)
Ausschnittvergrößerung Am Belichtungsapparat ist die Vergrößerung frei einstellbar. Beschneiden des Bildes
Stürzene Linien korrigieren Korrektur durch Neigung der Bildebene Perspektivische Verzerrung des Bildes
Lokale Schärfe Entsprechende Bildteile werden einfach mit einer anderen Schärfeeinstellung separat belichtet. In Kombination mit Abwedeln mittels entsprechend geformter Schablonen ist die Auswahl der Bildbereiche prinzipiell beliebig. Exakt genauso wie bei der analogen Methode, nur pixelgenau.
Farb-/Kontrastvariation durch Filtereinsatz Polarisationsfilter, Unschärferkreise, Weichzeichner, Gitterfilter, Neutralgraufilter, Verlaufsfilter. Nutzung von Farbfilter und/oder Filmen mit anderen spektralen Empfindlichkeiten (z. B. IR) bei der B/W-Fotografie. Grundsätzlich können viele Filtereffekte noch nachträglich eingefügt werden. Einige der genannten Filter gehören auch in der digitalen Bildbearbeitung zu den Standardwerkzeugen. Andere sind nur sehr aufwendig durch mehrschichtige Ebeneneffekte von Profis realisierbar.

Die Liste ist bei weitem nicht vollzählig. Nach- & Mehrfachbelichtungen, Weichzeichnen, Retuschiermöglichkeiten (auf dem Negativ oder dem ausbelichteten Foto), das Nachcolorieren von s/w-Aufnahmen u.v.a sind keine neuen Techniken.

Klar geht die Arbeit am Rechner zügiger und problemloser von der Hand. Wenn's nicht so wäre, hätte sich die digitale Fotografie wohl kaum durchgesetzt. Dennoch waren all die grundsätzlichen Möglichkeiten der Nachbearbeitung, um aus einer guten Negativ ein wirklich tolles Foto zu machen) bereits vorhanden. Und was vorhanden ist wird auch genutzt. Dabei handelt es sich in der obigen Tabelle zunächst nur um die einfachsten Variationsmöglichkeiten bei der Bildausbelichtung. Aus einem Foto in dem die Bildgestaltung nicht stimmt kann man heute, wie auch damals, kein Traumfoto machen.

Dem Analogfotograf stehen für die Bildgestaltung (also Farbgebung/ -sättigung/ Körnung/ Lichtempfindlichkeit) eine riesige Anzahl von Negativ- und Diafilmen mit unterschiedlichsten Eigenschaften zur Verfügung. Hier kann die Digitaltechnik auf der Kameraseite bisher nicht einmal ansatzweise einen vergleichbaren Spielraum bieten. Dafür sind hier die digitalen Bearbeitungsmöglichkeiten teilweise ausgefeilter.

Eine Nase gerade zu rücken oder Falten aus dem Gesicht zu entfernen ist durch die digitale Technik um vieles einfacher geworden. Hingegen sind manche analoge Effekte (besonders harte Kontraste, ungewöhnliche Farben durch die Verwendung spezieller Filme und Entwicklungstechniken) nur mit aufwendigen mehrschichtigen digitalen Ebeneneffekten erreichbar. Früher wie heute ist allerdings viel Erfahrung und ein gewisses handwerkliches Können die Voraussetzung, um die Vielzahl der Möglichkeiten für die Nachbearbeitung - sei sie nun analog oder digital - sinnvoll einzusetzen.

Der SPIEGEL hat sich vor einiger Zeit ebenfalls des Themas "Digitale Nachbearbeitung" angenommen. Im Bezug auf Bildmanipulation sind folgende beiden Zitate aus dem Artikel erwähnenswert:

"Bilder sind heute nicht weniger vertrauenswürdig als früher", da ist sich Anders Uschold sicher: "Heute geht das Fälschen vielleicht schneller, aber nicht perfekter." Der vereidigte Sachverständige für analoge und digitale Fotografie verweist auf eine klassische Technik: Kopf aus einem Papierbild ausschneiden, passgenau auf ein zweites kleben und abfotografieren. Bei sauberer Arbeit konnte man dem Fälscher den Eingriff auch schon vor 50 Jahren kaum nachweisen.

... und ...

So setzte sich in der Fotografie fort, was schon bei den alten Ägyptern und Römern geschehen war - das Löschen aller Darstellungen unliebsam gewordener Personen aus der kollektiven Erinnerung. In vorchristlichen Zeiten hieß das, Statuen und Steinreliefs mit dem Meißel zu "korrigieren", zwei Jahrtausende später war Feinarbeit mit dem Retuschepinsel unter der Lupe gefragt. So ließ Stalin Trotzki aus Fotos mit Lenin perfekt herauslöschen.

Letztlich zählt das Ergebnis und nicht der technische Werdegang. Bei welchem Gemälde entscheidet die Verwendung von Pinsel oder Spachtel über den künstlerischen Wert?

Der richtige Blitz & richtig Blitzen

Ich habe lange gezögert, bevor ich mir Ende Januar letztlich mein Canon Speedlite 580 EX zugelegt habe. Nicht zuletzt auf Grund der doch gehörigen Preisunterschiede zwischen Canons aktuellem Top-Gerät für knapp 400 EUR und der Konkurenz aus dem Hause Sigma und Metz.

Äußerst ärgerlich fand ich in diesem Zusammenhang die Beratung, die ich in den Dresdner Foto-Fachgeschäften erhalten habe. Nicht einer der Herren und Damen Fachverkäufer konnte oder wollte mir glaubhaft die Unterschiede in der Technik sowie deren Auswirkungen im Zusammenspiel mit meiner EOS 10D erklären. Schließlich kostet die 500er Serie von Sigma und der 54er Metz jeweils nur etwa 250 EUR. “Die können alle das selbe, die bauen die Technik nur preiswerter nach.” Soweit die Anfütterungsphase für Normalkunden. Stellt man weitere Fragen, gibts jedoch keine besseren Antworten. Stattdessen konnte man die Geldgeilheit in der Stimme hören und die Euro-Symbole in den glänzenden Pupillen sehen wenn man als Antwort wieder nur engegnet bekam: “Wenn Sie sicher sein wollen dass alles funktioniert, nehmen Sie den Canon!”.

Mittlerweile habe ich mit meinem Speedlite die ersten Erfahrungen gesammelt - auch Blitzen will gelernt sein. Anstoß zu diesem Beitrag war jedoch eine Passage in einem Forumbeitrag auf Powershot.de.

Den 550EX bekommt man als Restposten noch relativ günstig. Der Sigma ist nur beim Blitzen in niedrigen Empfindlichkeiten zuverlässig, ab ca. ISO 400/27° neigt er zu Überbelichtungen. Ich habe im Dforum unter “Zubehör” einen Thread zu dem Thema begonnen, in dem Vergleichsbilder von Sigma 550 DG Super und Canon 550EX zu sehen sind - bei 400 ASA ist der Sigma schon etwas zu hell, bei 800 ASA überstrahlt er in Av bereits das Umgebungslicht, was in Av nicht passieren darf. Bei Av wird die Belichtungszeit von der Kamera so lang gewählt, daß das Raumlicht die Hauptlichtquelle darstellt, und es wird nur noch ein schwacher Blitz dazugegeben. Der kommt beim Sigma zu stark - deshalb fehlt bei diesem Blitz die Belichtungssicherheit.

Kann man dieses Wissen von einem Fachverkäufer erwarten?  Entsprechende Beispielfotos finden sich etwas weiter unten im Forumbeitrag. Gerade der Av-Modus ist jedoch für gut ausgeleuchtete Blitzbelichtungen von entscheidener Bedeutung. Auch hierzu ein Zitat aus dem Forum, welches ich nur bestätigen kann:

Es ist eine unschöne Geschichte, daß der 420EX an der 300D grundsätzlich unterbelichten würde - diese Behauptung kommt regelmäßig von Leuten, die in P fotografieren, wo eine am Hauptmotiv ausgerichtete Blitzbeleuchtung automatisch zu einem zu dunklen Hintergrund führt.



Als zu dunkel empfindet man die P-Schnappschüsse vor allem, wenn man bisher mit einer P&S a la A75 fotografiert hat, die sich durch den dunklen Hintergrund täuschen läßt und den Blitz zu stark dosiert. Damit wird das Motiv aber unnatürlich hell.


Der Av-Modus in Verbindung mit indirektem Blitzen führt mit ein wenig Übung zu sehr natürlichen Aufnahmen. Die Möglichkeit, sowohl vertikal als auch horizontal den Blitz schwenken zu können, war übrigens eines der Hauptkriterien beim Kauf. Soweit meine Gedanken für den Moment ...

Neues Spielzeug

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Das kleine niedliche Spielzeug wohnt seit wenigen Tagen in unserer Wohnung. Erwartungsgemäß beansprucht so ein neuer kleiner Mitbewohner anfangs eine Menge Pflege. Aber so langsam gewöhnt es sich an sein neues Zuhause grin

Dresdner wollen die Waldschlösschenbrücke

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Mit einer deutlichen Mehrheit von ca. 68 Prozent, wie sie das vorläufige amtliche Endergebnis ausweist, haben sich die Dresdner heute für den Bau der Waldschlösschenbrücke entschieden. Aufgerufen waren zum Bürgerentscheid knapp 400.000 Dresdner und das Thema hat die Stadt ganz offensichtlich in den letzten Tagen bewegt. Dies besagt auch die Wahlbeteiligung denn auch trotz des widrigen Wetters (das Spiel Dynamo Dresden : FC Köln wurde übrigens abgesagt) fühlten sich über 50% der Wahlberechtigten angesprochen.

Die Ergebnisse der einzelnen Stadtbezirke können hier eingesehen werden. Dabei ist festzustellen, das bis auf den Wahlbezirk “Äußere Neustadt” alle Stadtbezirke mehrheitlich mit JA gestimmt haben. Und das deutlich denn in gerade einmal 4 Stadtbezirken lag die Zustimmung bei unter 60 Prozent.

Und wie gehts jetzt weiter? Der Bürgerentscheid kommt einem Stadtratsbeschluß gleich und ist damit bindend denn die erforderliche Wahlbeteiligung von mehr als 25 Prozent wurde erreicht. Damit ist der Weg frei.

Ein leichter bitterer Nachgeschmack bleibt dennoch. Die Eindeutigkeit des Bürgerentscheides wirft kein gutes Licht auf den Dresdner Stadtrat. Denn der hatten noch im Herbst letzten Jahres, kurz bevor der Bau starten sollte, das Projekt erneut gekippt und damit erst den Bürgerentscheid heraufbeschworen. Wahrlich kein gutes Aushängeschild und wie sich zeigt, am Willen der Dresdner Bürger vorbeirregiert.

Jubiläum verpennt

Naja, jedenfalls habe ich mich vor einem Jahr und nunmehr 18 Tagen bei photoblogs.org angemeldet. Damals landeten die Bilder noch direkt hier im Blog und angefangen hat es mit diesem hier.  Das eigene Fotoblog kam erst deutlich später und dessen einjähriges Bestehen wird dann auch standesgemäß gefeiert werden.

Dass ich es überhaupt bemerkt habe, ist einen Artikel bei Martin Röll aus dem letzten Jahr zum Thema “Fotoblogs und Kritik” zu verdanken, den ich eben zufällig gelesen und meinen Kommentar wiederentdeckt habe.

Interessanter Weise geriet die Blogspäre erst vor kurzem wieder in Wallung über diesen Artikel - nur die Photo- oder Fotoblogger (wie auch immer) blieben jedoch still. BTW: auch was die Wikipedia zu diesem Thema zu berichten weiß, ist nicht viel besser. Schade eigentlich, dass diese Photoblogs hierzulande immernoch eine Randerscheinung darstellen.

Um nochmal auf einen Kommentar in Martins Artikel zurückkommen:

Noch ein Gedanke zum Stichwort Qualität: Der Großteil der Fotoblogs ist purer Dilettantismus (und hier schließe ich mich ausdrücklich ein). Weil die Bilder von Laien erstellt wurden. Qualitativ gute Bilder kann nur der machen, der sich mit der Materie Fotografie auseinander gesetzt hat. Also ein Profi ist. Oder würdet Ihr ein IT-Konzept vom Metzger um die Ecke erarbeiten lassen?

Qualitativ, aus technischer Hinsicht, bekommt ein professioneller Fotograf sicherlich vieles noch einen Tick besser hin. Der Reiz an

guten Fotoblogs

guten Fotos im allgemeinen ist jedoch die Magie des Augenblicks und die darin eingefangene Atmosphäre. Die Qualität der Bilder ist keinesfalls an Professionalität gebunden und die technische Qualität wird dabei oft genug zur Nebensache. Das beeindruckende Momen solcher Aufnahmen entsteht im Kopf desjenigen, der den Auslöser betätigt. Letztlich gibt es auch unter Fotografen Künstler und Handwerker.

Was Kritik betrifft - sie kommt! Wenn auch anders als in einer Community.  Denn bei einem schlechten Bild sich halten auch die “Toll!” und “Super!” Kommentare in Grenzen. Und wenn man diese einmal hatte, weiß man mit der Zeit auch deren Fehlen recht gut einzuschätzen. Der Lerneffekt für bessere Bilder kommt meines Erachtens auch weniger durch irgendwelche Kommentare sondern durch den regelmäßigen Umgang mit der Kamera und die Lust an der Kreativität.

In diesem Sinne, genug geschwafelt.
Gute Nacht.

Blimage - neues deutsches Fotoblog-Portal

Bereits seit einigen Tagen taucht Blimage in meinen Referrern auf und mittlerweile gabs auch schon einen netten Mail-Kontakt.

Die Jungs um Blimage versuchen, vergleichbar zu Photoblogs.org, die deutschsprachige Gemeinde der Fotoblogger möglichst vollständig abzubilden und so der wachsenden Community ein wenig mehr Selbstvertrauen einzuhauchen. Wenn man sich ansieht, wie in der Presse Photoblogs beschrieben werden, tut das auch wirklich Not.

Im Ansatz ein schöner Gedanke, von meiner Seite aus .. viel Erfolg.

... kam ein Stöckchen geflogen ...

Matthias hat mir vorhin dieses Stöckchen herüber geworfen und damit das Stichwort für den nächsten Eintrag gegeben.

Wie viele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?
Bazillionen ... nein, eher armsehlige 1,7 Gb, wie ich gerade mal vermessen habe.

Die letzte CD, die du gekauft hast …
Die letzte Neuanschaffung datiert auf den Oktober 2004. Damals war’s extra eine Vorbestellung des aktuellen U2 Album in der limitierten Über-Mega-Special-Super-Sonder-Special Edition für einen aberwitzigen Preis. Aber man gönnt sich ja sonst nix, gelle? Ach ja, die CD & DVD sind schon genial aber dieses, nennen wir’s mal ... Booklet?

Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

Smash Mouth - Allstar *

*Entsprechend gekennzeichnete Titel und Interpreten dienen einzig dem verzweifelten Versuch des Autors, nicht mit “Erasure” antworten zu müssen, welches BLÖDERWEISE gerade im Klingelton-TV lief. Daher wurde schnellstens der MP3 Player angeworfen und das Rauschen im TV übertönt.

Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre
Na denn, auf gehts:

  • U2 - Zooropa
  • Milk & Sugar vs. John Paul Young - Love is in the Air
  • Die Fantastischen Vier - Millionen Legionen (Unplugged in der Balver Natursteinhöhle)
  • Talk Talk - such a shame
  • Fatboy Slim - The Joker

Jetzt wo die Liste steht, trifft sie meinen Geschmack ganz gut. Also belassen wir’s dabei und wenden uns der nächsten Frage zu.

Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?
So, da ich hier kein Platz für all das Gestrüpp habe, muss das Stöckchen wieder weg und daher werfe ich es einfach mal zu Uli, damit er sich in seinem Urlaub nicht langweilt,  ein Stöckchen geht an Danny, weil er wie ich vermute einen anderen aber interessanten Musikgeschmack hat, und das dritte Stöckchen werfe ich mal in Richtung alter Heimat und daher landet es bei Thiemo.

EOS 350D - ein kleiner Überblick

EOS 350D

Erstaunlicherweise gibt es bisher nirgends einen etwas ausführlicheren deutschsprachigen Artikel über Canon’s neue Einsteiger-Kamera für die digitale Fotowelt. Also nehme ich mich der Sache mal an. Basis, wie eigentlich immer, das ausführliche Preview auf dpreview.com

Die wichtigesten Neuerungen:

     
  • 8 Megapixel CMOS Sensor (Nicht baugleich, sondern etwas kleiner als der Sensor der EOS 20D !!)
  • DIGIC II Image Processor (bessere Bildqualität, schnellere Verarbeitung, geringerer Strombedarf)
  • Instant Power-On: In 0,2 Sekunden ist die Kamera bereit. Die EOS 300D brauchte noch ca. 2 Sek.
  • Mehr Bilder und schnellere Abfolge im “Dauerfeuer” (14 Jpegs bei 3 Bilder/sek.)
  • Compact Flash Schreibgeschwindigkeit erhöht. Endlich machen die SanDisk Ultra II Flash-Karten auch Sinn.
  • Body kleiner und leichter
  • AF und Meßmethode im Menu wählbar - ging bei der 300D nur mit Firmware-Hack!
  • E-TTL II Unterstützung + Blitz-Belichtungskorrektur
  • 9 Custom Functionen (nicht übersetzt!)
    • Customizable SET button
    • Control noise reduction
    • Flash sync speed in Av mode
    • Shutter button / AE button
    • AF-assist beam control
    • Selectable 0.3 or 0.5 EV exposure steps
    • Mirror lock-up
    • E-TTL II mode
    • Flash shutter curtain sync (1st or 2nd)
  •  
  • Parallele Speicherung von RAW & JPEG Dateien
  • USB 2.0 Anschluss

Und die Kritikpunkte?

Auf dem Papier nähert sich die EOS 350D damit stark der 20D an und scheint, an der 10D vorbei zu ziehen. Aber hier ist ein genauerer Blick auf die Details nötig. Auf der Technikseite wäre der Sensor zu erwähnen. War es bei 300D noch der gleiche wie bei der EOS 10D - und damit auch die Bildqualität fast identisch, so wird die EOS 20D mit ihrem etwas größeren Sensor mit Sicherheit etwas rauschärmer sein, aber dank des neuen Signalprozessors wird das Rauschen auch bei der 350D sicherlich deutlich geringer sein als noch beim Vorgängermodell.

Für die Wahl einer passenden Kamera ist aber heutzutage in der Regel die Bedienungsqualität wichtiger als die technischen Daten. Und hier liegen dann auch die entscheidenen Unterschiede zur großen Schwester, der 20D. Erfreulich ist, dass bei der 350D endlich der AF-Mode und die Belichtungsmeßmethode zumindest im Menu wählbar sind. Bei der Vorgängerin waren diese Einstellungen noch fest an bestimmte Motivprogramme gebunden bzw. ließen sich nur umständlich über einen Firmware-Hack im Menu freischalten. Damit sind schnelle Änderungen
dieser Einstellungen im Kreativbereich prizipiell möglich aber zumindest - sagen wir mal ... umständlich. Und zwar meist gerade dann, wenn’s drauf ankommt. Auch vermisse ich nach wie vor das zweite Einstellrad auf der Rückseite. Die Navigation mit dem Tastenkreuz ist im Gegensatz zum Rad meiner 10D sehr langsam.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, Canon führt die Modellreihe mit aktueller Technik fort und erweitert die Funktionalität der 350D um den Teil, der bei der 300D noch schmerzlich vermisst und den sich per Firmware-Hack viele Anwender freigeschaltet haben.

Letztlich entscheiden die persönlichen Vorlieben und Ansprüche an die neue Digiknipse. Durch den moderaten Einstiegspreis von 900 EUR (im Set mit dem 18-55 EF II Objektiv) wäre die Neue immer noch günstiger zu haben, als der auslaufende Body der 10D. Die Bedienung ist allgemein (Canon typisch) geradlinig, klar und übersichtlich. Für Hobbyfotografen ist die 350D damit auf alle Fälle eine geniale Einstiegskamera in den digitalen Spiegelreflex-Bereich und geradezu ein Quantensprung gegenüber jeder kompakten Digitalkamera. Ambitionierteren Fotografen rate ich jedoch auch weiterhin zur 20D (bzw. 10D - als Schnäppchen - solange es sie noch gibt). Der Bedienkomfort dieser beiden wiegt den Mehrpreis des Bodys schnell wieder auf.

UPDATE (07.04.05): Mittlerweile gibt’s auf dpreview.com auch das komplette In-Depth Review zur EOS 350D mit umfangreichen Erläuterungen und Bildtests.

Winners Gallery 2005 - World Press Photo

Winners Gallery 2005 - World Press Photo - Äußerst sehenswert.

enzyklop.net = Mogelpackung?

In meinen Referrern taucht seit heute ständig die oben genannte URL auf. Also hab ich nachgeschaut, da es nicht offentsichtlich als Referrer-Spam erkennbar ist.

Dahinter steckte jedoch zu meiner Verwunderung die deutschsprachige Hauptseite der Wikipedia, nur mit einem etwas abgeänderten CSS-Layout. Interessanterweise, poppte jedoch erstmal ein fettes Werbebanner auf, weitere hat mein Firefox unterdrückt.

Nun stellt sich mir die Frage, ob das im Sinne des Erfinders ist, denn schließlich verdienen die Betreiber Geld durch die eingeblendete Werbung? Im Gegensatz dazu sucht die Wikipedia doch derzeit nach Unterstützung. Und da ich nicht glaube, dass die Leute von der Wikipedia sich irgendeine x-beliebige Zusatzdomain angeschafft haben, riecht das doch irgendwie nach Content-Klau. Zumal auch der Datenbestand nicht ganz der gleiche ist. Vergleich: ‘Orthodoxe Kirche’ bei Entyklop.net und ‘Orthodoxe Kirche’ in der Wikipedia. Es sieht nach nach einem älteren Datenbank-Abzug aus.

UPDATE: Herr Klein ist offenbar ebenso darüber gestolpert und macht sich ähnliche Gedanken.

“GEH DENKEN”

Kerzenleuchten

Es war beeindruckend und beklemmend zugleich, als um 18:00 Uhr die Glocken der Hofkirche leuteten. Zu diesem Zeitpunkt hatten vermutlich etwa 50.000 Dresdner den noch 15 Minuten zuvor weitgehend leeren Theaterplatz vor der Semperoper in ein einziges schweigendes Menschenmeer verwandelt. Stille Trauer in Gedenken an die Opfer des Luftangriffs auf Dresden vom 13. und 14. Februar 1945 und gleichzeitig ein Zeichen für Versöhnung und Frieden.

Kurz zuvor überwog in mir noch der Frust über die quasi “Spalierbildung” in der Innenstadt vor den Rechten und vor allem die bereitwillig draufhaltende Presse. Mit welchem Recht verdienen solche Betonköpfe eine derartige Aufmerksamkeit? Versöhnt hat mich die Nachricht von der Aktion vieler Dresdner auf dem Altmarkt sowie eines Transparents einer der Gegendemonstrationen gegen den Aufmarsch der Rechten - “GEH DENKEN”.

U2 in Berlin

{title} Bei der letzten U2 Tour dauerte es gerade einmal 30 Minuten und alle Deutschlandkonzerte waren ausverkauft. Dieses Mal sind es keine Hallenkonzerte sondern die Stadien auf Schalke, in München und Berlin aber der Ansturm wird wohl ähnlich groß sein. Etwas gemein ist es dann auch wenn am Vorabend des Verkaufsstarts, der seit Wochen angekündigte Beginn kurzfristig um eine Stunde vorverlegt wird.

Pünktlich ab 5 Minuten vor 8:00 Uhr waren dann auch die Ticketserver restlos überlastet. Nach 15 Minuten gabs wieder ein Lebenszeichen und der Verkauf mittlerweile freigeschaltet. Es hat dann auch nur 20 Minuten gedauert, um sich durch die insgesamt fünf Seiten der Ticketbestellung zu kämpfen und währenddessen ich ca. 50 “Keine Verbindung zum Server” Meldungen weggeklickt habe. Aber um 8:34 Uhr war der Nervenkitzel vorbei und die Bestellbestätigung erschien auf dem Monitor. Und wer sich beeilt, sollte eigentlich auch noch in den nächsten paar Stunden Erfolg haben.

Und jetzt gehen wir zur Feier des Tages erstmal frühstücken ...

Bürgerentscheid zur Waldschlösschenbrücke am 27. Februar

Das Finale der unendlichen Geschichte naht. Nachdem zunächst Anfang letzten Jahres im zweiten Anlauf das Planfeststellungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte, alle Einsprüche weitgehend abgearbeitet waren, die Zuschüsse für den Bau seitens der Landesregierung bereitstanden, entschloss sich der Stadtrat in einer für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidung, die bewilligten Zuschüsse anderweitig zu nutzen und die Brücke auf Eis zu legen. Ein Schelm wer denkt, dass der damals betriebene Populismus in Verbindung mit den Landtagswahlen stand. Einige Parteien hausierten geradezu mit den Fördermillionen.

Niemand jedoch spricht davon, was diese Entscheidung für Dresdens Zukunft bedeutet. Die hohen Planungskosten, erzeugt durch den Streit von Beführwortern und Gegnern wären für immer und ewig in den Sand gesetzt. Der Schiller- und Körnerplatz ersticken auch für mindestens die nächsten 10 Jahre im täglichen Berufsstau. Verkehr mag man die Autoschlagen schon lange nicht mehr nennen. Und das Thema Elbebrücke wäre für mindestens eine ebenso lange Zeit vom Tisch. Niemand im Stadtrat würde es wagen, das Thema in den nächsten Jahren wieder ansprechen.

Nun denn, der Bürgerinitiative “Pro Waldschlösschenbrücke” ist es schließlich gelungen, mittels einer Unterschriftensammlung (über 70.000) einen Bürgerentscheid zu erwirken. Und in diesem entscheiden nun die Dresdner direkt: “Sind Sie für den Bau der Waldschlößchenbrücke?”

Die Kosten für die Brücke und daraus resultierend für die Stadt Dresden sind dabei schon immer ein heiß diskutiertes Thema gewesen. Die Kosten von ca. 157 Mio. EUR beziehen sich auf den gesamten Verkehrszug Waldschlösschenbrücke. In dieser Summe sind neben der Brücke alle Straßenanbindungen, die Tunnel, die Straßensanierungen (z.B. Stauffenbergallee, Bautzner Str., Radeberger Str., Fischhausstr., Fetscherstr., Pfotenhauer Str.) und Ausgleichsmaßnahmen enthalten. Die Brücke selbst ist mit 37,5 Mio. EUR veranschlagt und wird zu 90% durch das Land Sachsen gefördert. Anteilig für die Brücke bleibt also für die Stadt eine aufzubringende Eigenleistung von ca. 4 Mio. EUR. Auch der o.g. Verkehrszug Waldschlösschenbrücke wird durch Fördermittel sowie Eigenleistungen der DREWAG und der DVB stark unterstützt.

Auf der Webseite der Bürgerinitiative “Pro Waldschlösschenbrücke” wird unter dem Punkt Häufige Fragen dankenswerter Weise auch mit vielen Gerüchten und Halbwahrheiten aufgeräumt. Die Fakten sind bekannt, ein jeder darf und sollte sich informieren.

Zum Abschluss: Was bewirkt der Bürgerentscheid nun tatsächlich?

Beim Bürgerentscheid entscheiden die Dresdnerinnen und Dresdner unmittelbar über eine Sachfrage: den Bau der Waldschlößchenbrücke. Die Frage wird so entschieden, wie sie die Mehrheit der Dresdnerinnen und Dresdner beantwortet. Allerdings wird das Ergebnis nur wirksam, wenn die Mehrheit mindestens 25 Prozent der Abstimmungsberechtigten beträgt. Bei ca. 396.000 Abstimmungsberechtigten müssen daher mindestens ca. 99.000 Abstimmungsberechtigte für “Ja” bzw. für “Nein” stimmen.


Sollte das Ergebnisquorum von 25 Prozent nicht erreicht werden, entscheidet der Dresdner Stadtrat über die Frage: Sind Sie für den Bau der Waldschlößchenbrücke?

Also liebe Dresdner, geht wählen!

Nur für den Fall, dass Fragen aufkommen

Ich lebe noch und es geht mir eigentlich auch ganz gut. Einzig ich bin mit Arbeit überhäuft und genieße meine Restfreizeit abseits des Blogs. Aber 2005 geht ja auch gerade erst los. Im Zweifelsfall wird zudem erst einmal das Fotoblog befeuert.

Also bis demnächst ... grin

Die Fußstapfen gewinnen ein “noteworthy”!

Das haut mich jetzt wirklich um und freut mich zugleich riesig. Die Fußstapfen im Sand, eines meiner absoluten Lieblingsfotos in diesem Jahr, gewinnen den dritten Platz bei der aktuellen Photo Friday Challenge zum Thema “Best of 2004”. Vielen, vielen Dank.

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