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Dresdner wollen die Waldschlösschenbrücke
Mit einer deutlichen Mehrheit von ca. 68 Prozent, wie sie das vorläufige amtliche Endergebnis ausweist, haben sich die Dresdner heute für den Bau der Waldschlösschenbrücke entschieden. Aufgerufen waren zum Bürgerentscheid knapp 400.000 Dresdner und das Thema hat die Stadt ganz offensichtlich in den letzten Tagen bewegt. Dies besagt auch die Wahlbeteiligung denn auch trotz des widrigen Wetters (das Spiel Dynamo Dresden : FC Köln wurde übrigens abgesagt) fühlten sich über 50% der Wahlberechtigten angesprochen. Die Ergebnisse der einzelnen Stadtbezirke können hier eingesehen werden. Dabei ist festzustellen, das bis auf den Wahlbezirk “Äußere Neustadt” alle Stadtbezirke mehrheitlich mit JA gestimmt haben. Und das deutlich denn in gerade einmal 4 Stadtbezirken lag die Zustimmung bei unter 60 Prozent. Und wie gehts jetzt weiter? Der Bürgerentscheid kommt einem Stadtratsbeschluß gleich und ist damit bindend denn die erforderliche Wahlbeteiligung von mehr als 25 Prozent wurde erreicht. Damit ist der Weg frei. Ein leichter bitterer Nachgeschmack bleibt dennoch. Die Eindeutigkeit des Bürgerentscheides wirft kein gutes Licht auf den Dresdner Stadtrat. Denn der hatten noch im Herbst letzten Jahres, kurz bevor der Bau starten sollte, das Projekt erneut gekippt und damit erst den Bürgerentscheid heraufbeschworen. Wahrlich kein gutes Aushängeschild und wie sich zeigt, am Willen der Dresdner Bürger vorbeirregiert. Jubiläum verpenntNaja, jedenfalls habe ich mich vor einem Jahr und nunmehr 18 Tagen bei photoblogs.org angemeldet. Damals landeten die Bilder noch direkt hier im Blog und angefangen hat es mit diesem hier. Das eigene Fotoblog kam erst deutlich später und dessen einjähriges Bestehen wird dann auch standesgemäß gefeiert werden. Dass ich es überhaupt bemerkt habe, ist einen Artikel bei Martin Röll aus dem letzten Jahr zum Thema “Fotoblogs und Kritik” zu verdanken, den ich eben zufällig gelesen und meinen Kommentar wiederentdeckt habe. Interessanter Weise geriet die Blogspäre erst vor kurzem wieder in Wallung über diesen Artikel - nur die Photo- oder Fotoblogger (wie auch immer) blieben jedoch still. BTW: auch was die Wikipedia zu diesem Thema zu berichten weiß, ist nicht viel besser. Schade eigentlich, dass diese Photoblogs hierzulande immernoch eine Randerscheinung darstellen. Um nochmal auf einen Kommentar in Martins Artikel zurückkommen: Noch ein Gedanke zum Stichwort Qualität: Der Großteil der Fotoblogs ist purer Dilettantismus (und hier schließe ich mich ausdrücklich ein). Weil die Bilder von Laien erstellt wurden. Qualitativ gute Bilder kann nur der machen, der sich mit der Materie Fotografie auseinander gesetzt hat. Also ein Profi ist. Oder würdet Ihr ein IT-Konzept vom Metzger um die Ecke erarbeiten lassen? Qualitativ, aus technischer Hinsicht, bekommt ein professioneller Fotograf sicherlich vieles noch einen Tick besser hin. Der Reiz an guten Fotos im allgemeinen ist jedoch die Magie des Augenblicks und die darin eingefangene Atmosphäre. Die Qualität der Bilder ist keinesfalls an Professionalität gebunden und die technische Qualität wird dabei oft genug zur Nebensache. Das beeindruckende Momen solcher Aufnahmen entsteht im Kopf desjenigen, der den Auslöser betätigt. Letztlich gibt es auch unter Fotografen Künstler und Handwerker. Was Kritik betrifft - sie kommt! Wenn auch anders als in einer Community. Denn bei einem schlechten Bild sich halten auch die “Toll!” und “Super!” Kommentare in Grenzen. Und wenn man diese einmal hatte, weiß man mit der Zeit auch deren Fehlen recht gut einzuschätzen. Der Lerneffekt für bessere Bilder kommt meines Erachtens auch weniger durch irgendwelche Kommentare sondern durch den regelmäßigen Umgang mit der Kamera und die Lust an der Kreativität. In diesem Sinne, genug geschwafelt. Blimage - neues deutsches Fotoblog-PortalBereits seit einigen Tagen taucht Blimage in meinen Referrern auf und mittlerweile gabs auch schon einen netten Mail-Kontakt. Die Jungs um Blimage versuchen, vergleichbar zu Photoblogs.org, die deutschsprachige Gemeinde der Fotoblogger möglichst vollständig abzubilden und so der wachsenden Community ein wenig mehr Selbstvertrauen einzuhauchen. Wenn man sich ansieht, wie in der Presse Photoblogs beschrieben werden, tut das auch wirklich Not. Im Ansatz ein schöner Gedanke, von meiner Seite aus .. viel Erfolg. ... kam ein Stöckchen geflogen ...Matthias hat mir vorhin dieses Stöckchen herüber geworfen und damit das Stichwort für den nächsten Eintrag gegeben. Wie viele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert? Die letzte CD, die du gekauft hast … Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte? Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre
Jetzt wo die Liste steht, trifft sie meinen Geschmack ganz gut. Also belassen wir’s dabei und wenden uns der nächsten Frage zu. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum? EOS 350D - ein kleiner Überblick
Erstaunlicherweise gibt es bisher nirgends einen etwas ausführlicheren deutschsprachigen Artikel über Canon’s neue Einsteiger-Kamera für die digitale Fotowelt. Also nehme ich mich der Sache mal an. Basis, wie eigentlich immer, das ausführliche Preview auf dpreview.com Die wichtigesten Neuerungen:
Und die Kritikpunkte? Für die Wahl einer passenden Kamera ist aber heutzutage in der Regel die Bedienungsqualität wichtiger als die technischen Daten. Und hier liegen dann auch die entscheidenen Unterschiede zur großen Schwester, der 20D. Erfreulich ist, dass bei der 350D endlich der AF-Mode und die Belichtungsmeßmethode zumindest im Menu wählbar sind. Bei der Vorgängerin waren diese Einstellungen noch fest an bestimmte Motivprogramme gebunden bzw. ließen sich nur umständlich über einen Firmware-Hack im Menu freischalten. Damit sind schnelle Änderungen Zusammenfassend bleibt zu sagen, Canon führt die Modellreihe mit aktueller Technik fort und erweitert die Funktionalität der 350D um den Teil, der bei der 300D noch schmerzlich vermisst und den sich per Firmware-Hack viele Anwender freigeschaltet haben. Letztlich entscheiden die persönlichen Vorlieben und Ansprüche an die neue Digiknipse. Durch den moderaten Einstiegspreis von 900 EUR (im Set mit dem 18-55 EF II Objektiv) wäre die Neue immer noch günstiger zu haben, als der auslaufende Body der 10D. Die Bedienung ist allgemein (Canon typisch) geradlinig, klar und übersichtlich. Für Hobbyfotografen ist die 350D damit auf alle Fälle eine geniale Einstiegskamera in den digitalen Spiegelreflex-Bereich und geradezu ein Quantensprung gegenüber jeder kompakten Digitalkamera. Ambitionierteren Fotografen rate ich jedoch auch weiterhin zur 20D (bzw. 10D - als Schnäppchen - solange es sie noch gibt). Der Bedienkomfort dieser beiden wiegt den Mehrpreis des Bodys schnell wieder auf. UPDATE (07.04.05): Mittlerweile gibt’s auf dpreview.com auch das komplette In-Depth Review zur EOS 350D mit umfangreichen Erläuterungen und Bildtests. Winners Gallery 2005 - World Press PhotoWinners Gallery 2005 - World Press Photo - Äußerst sehenswert.
enzyklop.net = Mogelpackung?In meinen Referrern taucht seit heute ständig die oben genannte URL auf. Also hab ich nachgeschaut, da es nicht offentsichtlich als Referrer-Spam erkennbar ist. Dahinter steckte jedoch zu meiner Verwunderung die deutschsprachige Hauptseite der Wikipedia, nur mit einem etwas abgeänderten CSS-Layout. Interessanterweise, poppte jedoch erstmal ein fettes Werbebanner auf, weitere hat mein Firefox unterdrückt. Nun stellt sich mir die Frage, ob das im Sinne des Erfinders ist, denn schließlich verdienen die Betreiber Geld durch die eingeblendete Werbung? Im Gegensatz dazu sucht die Wikipedia doch derzeit nach Unterstützung. Und da ich nicht glaube, dass die Leute von der Wikipedia sich irgendeine x-beliebige Zusatzdomain angeschafft haben, riecht das doch irgendwie nach Content-Klau. Zumal auch der Datenbestand nicht ganz der gleiche ist. Vergleich: ‘Orthodoxe Kirche’ bei Entyklop.net und ‘Orthodoxe Kirche’ in der Wikipedia. Es sieht nach nach einem älteren Datenbank-Abzug aus. UPDATE: Herr Klein ist offenbar ebenso darüber gestolpert und macht sich ähnliche Gedanken. “GEH DENKEN”
Es war beeindruckend und beklemmend zugleich, als um 18:00 Uhr die Glocken der Hofkirche leuteten. Zu diesem Zeitpunkt hatten vermutlich etwa 50.000 Dresdner den noch 15 Minuten zuvor weitgehend leeren Theaterplatz vor der Semperoper in ein einziges schweigendes Menschenmeer verwandelt. Stille Trauer in Gedenken an die Opfer des Luftangriffs auf Dresden vom 13. und 14. Februar 1945 und gleichzeitig ein Zeichen für Versöhnung und Frieden. Kurz zuvor überwog in mir noch der Frust über die quasi “Spalierbildung” in der Innenstadt vor den Rechten und vor allem die bereitwillig draufhaltende Presse. Mit welchem Recht verdienen solche Betonköpfe eine derartige Aufmerksamkeit? Versöhnt hat mich die Nachricht von der Aktion vieler Dresdner auf dem Altmarkt sowie eines Transparents einer der Gegendemonstrationen gegen den Aufmarsch der Rechten - “GEH DENKEN”. U2 in Berlin
Pünktlich ab 5 Minuten vor 8:00 Uhr waren dann auch die Ticketserver restlos überlastet. Nach 15 Minuten gabs wieder ein Lebenszeichen und der Verkauf mittlerweile freigeschaltet. Es hat dann auch nur 20 Minuten gedauert, um sich durch die insgesamt fünf Seiten der Ticketbestellung zu kämpfen und währenddessen ich ca. 50 “Keine Verbindung zum Server” Meldungen weggeklickt habe. Aber um 8:34 Uhr war der Nervenkitzel vorbei und die Bestellbestätigung erschien auf dem Monitor. Und wer sich beeilt, sollte eigentlich auch noch in den nächsten paar Stunden Erfolg haben. Und jetzt gehen wir zur Feier des Tages erstmal frühstücken ... Bürgerentscheid zur Waldschlösschenbrücke am 27. FebruarDas Finale der unendlichen Geschichte naht. Nachdem zunächst Anfang letzten Jahres im zweiten Anlauf das Planfeststellungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte, alle Einsprüche weitgehend abgearbeitet waren, die Zuschüsse für den Bau seitens der Landesregierung bereitstanden, entschloss sich der Stadtrat in einer für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidung, die bewilligten Zuschüsse anderweitig zu nutzen und die Brücke auf Eis zu legen. Ein Schelm wer denkt, dass der damals betriebene Populismus in Verbindung mit den Landtagswahlen stand. Einige Parteien hausierten geradezu mit den Fördermillionen. Niemand jedoch spricht davon, was diese Entscheidung für Dresdens Zukunft bedeutet. Die hohen Planungskosten, erzeugt durch den Streit von Beführwortern und Gegnern wären für immer und ewig in den Sand gesetzt. Der Schiller- und Körnerplatz ersticken auch für mindestens die nächsten 10 Jahre im täglichen Berufsstau. Verkehr mag man die Autoschlagen schon lange nicht mehr nennen. Und das Thema Elbebrücke wäre für mindestens eine ebenso lange Zeit vom Tisch. Niemand im Stadtrat würde es wagen, das Thema in den nächsten Jahren wieder ansprechen. Nun denn, der Bürgerinitiative “Pro Waldschlösschenbrücke” ist es schließlich gelungen, mittels einer Unterschriftensammlung (über 70.000) einen Bürgerentscheid zu erwirken. Und in diesem entscheiden nun die Dresdner direkt: “Sind Sie für den Bau der Waldschlößchenbrücke?” Die Kosten für die Brücke und daraus resultierend für die Stadt Dresden sind dabei schon immer ein heiß diskutiertes Thema gewesen. Die Kosten von ca. 157 Mio. EUR beziehen sich auf den gesamten Verkehrszug Waldschlösschenbrücke. In dieser Summe sind neben der Brücke alle Straßenanbindungen, die Tunnel, die Straßensanierungen (z.B. Stauffenbergallee, Bautzner Str., Radeberger Str., Fischhausstr., Fetscherstr., Pfotenhauer Str.) und Ausgleichsmaßnahmen enthalten. Die Brücke selbst ist mit 37,5 Mio. EUR veranschlagt und wird zu 90% durch das Land Sachsen gefördert. Anteilig für die Brücke bleibt also für die Stadt eine aufzubringende Eigenleistung von ca. 4 Mio. EUR. Auch der o.g. Verkehrszug Waldschlösschenbrücke wird durch Fördermittel sowie Eigenleistungen der DREWAG und der DVB stark unterstützt. Auf der Webseite der Bürgerinitiative “Pro Waldschlösschenbrücke” wird unter dem Punkt Häufige Fragen dankenswerter Weise auch mit vielen Gerüchten und Halbwahrheiten aufgeräumt. Die Fakten sind bekannt, ein jeder darf und sollte sich informieren. Zum Abschluss: Was bewirkt der Bürgerentscheid nun tatsächlich? Beim Bürgerentscheid entscheiden die Dresdnerinnen und Dresdner unmittelbar über eine Sachfrage: den Bau der Waldschlößchenbrücke. Die Frage wird so entschieden, wie sie die Mehrheit der Dresdnerinnen und Dresdner beantwortet. Allerdings wird das Ergebnis nur wirksam, wenn die Mehrheit mindestens 25 Prozent der Abstimmungsberechtigten beträgt. Bei ca. 396.000 Abstimmungsberechtigten müssen daher mindestens ca. 99.000 Abstimmungsberechtigte für “Ja” bzw. für “Nein” stimmen. Also liebe Dresdner, geht wählen! Nur für den Fall, dass Fragen aufkommenIch lebe noch und es geht mir eigentlich auch ganz gut. Einzig ich bin mit Arbeit überhäuft und genieße meine Restfreizeit abseits des Blogs. Aber 2005 geht ja auch gerade erst los. Im Zweifelsfall wird zudem erst einmal das Fotoblog befeuert. Also bis demnächst ...
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Bei der letzten U2 Tour dauerte es gerade einmal 30 Minuten und alle Deutschlandkonzerte waren ausverkauft. Dieses Mal sind es keine Hallenkonzerte sondern die Stadien auf Schalke, in München und Berlin aber der Ansturm wird wohl ähnlich groß sein. Etwas gemein ist es dann auch wenn am Vorabend des Verkaufsstarts, der seit Wochen angekündigte Beginn kurzfristig um eine Stunde vorverlegt wird.